Wanja Slavin Lotus Eaters

Website

http://lotus-eaters.de


Info

Wanja Slavin Lotus Eaters is a dedication to the Lotophagen, a people from Greek mythology that lives averted from the world. The music is a journey into the interior and into a state away from the world. 

Contrary to their eponyms, however, the Lotus Eaters do not fall into lethargy but make use of a powerful urgency to turn dreary world weariness into fascinating music. From a formal point of view the music is traditional. 

However, the Lotus Eaters encounter the heritage of jazz history with self-confidence, adapt different moods, genres and images and develop them in a smart and virtuous way. The result is sometimes an elegiac tone painting, sometimes a wild and pugnacious sound, reminding that of a rock band. It is a very personal project that is not about struggling to find a new definition of contemporary jazz, but about struggling for emotional devotion. And this struggle is no less exciting. 

As Wanja Slavin puts it: “It is not about intellectuality but about a feeling, something rather spiritual.”

The Lotus Eaters prove that in the 21st century a current path can be found to carry on the jazz tradition and at the same time add something relevant. It was also with this concept that they convinced the jury of the international BMW Jazz Award in 2011 and won the 2nd price.

Line-up: 
Wanja Slavin: sax, clarinette
Tobias Backhaus: drums
Rainer Böhm: piano
Andreas Lang: bass

Statements

[...] ist der Auftritt der Lotus Eaters voller von Slavin wunderbar geführter melodischer Trouvaillen. Rainer Böhm steht Slavin im Körpereinsatz nichts nach, er beschwört sein Klavier. Die Freude am gemeinsamen Musizieren ist den Musikern, besonders Bassist Andreas Lang, anzusehen, es ist eine Freude zuzuhören, auch wenn Slavin selbst bisweilen nicht sehr zufrieden scheint.

Bettina Bohle, jazzaffine.com

Auch die Kompositionen, die er (Wanja Slavin) den Juroren und über sechshundert weiteren Zuhörern bot, zeigten ähnliche Stärken wie sein Spiel. Er lässt sich keine Berührungsängste vor den zeitlosen Werten des Jazz anmerken, bemüht sich aber beim Zitieren von bestimmten lyrischen Stimmungsbildern und Klangfarben-Kombinationen um frische melodisch- harmonische Deutungen.

Sirus W. Pakzad, Neue Musik Zeitung

Referenzen in die Geschichte der improvisierten Musik, aber auch hinein in die heutige Szene des Modern Jazz, um das musikalisch Besondere im Konventionellen herauszuarbeiten: Dem Berliner Saxofonisten Wanja Slavin ist dieses Kunststück mit seiner neuen CD „For Very Sad And Very Tired Lotus Eaters“ (WhyPlayJazz/whyplayjazz.de) geglückt. Nach seiner langen Suche, um die richtige Besetzung für sein jetzt geradezu klassisch besetztes Quartett Lotus Eaters zu finden, und dem Experimentieren mit verschiedenen musikalischen Settings hat der Anfang 30-Jährige mit der zweiten CD seiner Band ein Konzept gefunden, mit dem er die emotionale Ebene mit der intellektuellen verschränkt, ohne Konzessionen eingehen zu müssen. „Es gibt kein kompositorisches Konzept für das Album“, betont Slavin, „mir ist es darum gegangen, mit dem musikalischen Material, auf dem jedes meiner Stücke basiert, eine bestimmte Stimmung zu transportieren.“ Mit Ausnahme des Titelstücks, einer Ballade des Ellington- Komponisten Billy Strayhorn, die Slavins Quartett auch den Namen gegeben hat, beziehen sich alle Kompositionen auf Aufnahmen namhafter Jazzmusiker — wie Slavins „Hippie Song“, der auf dem „Back Woods Song“ des Gateway-Tios von John Abercrombie, Dave Holland und Jack DeJohnette flußt. Doch Slavin interpretiert diesen Titel nicht. Vielmehr hat der Saxofonist sein Gefühl beim ersten Hören kompositorisch verarbeitet und dieses dann mit seinem Quartett in ein eigenes Stück Jazzmusik verwandelt. „Musik ist voller Referenzen — jedenfalls in meinem Kopf: Alles bezieht sich immer auf irgendetwas, das schon einmal da gewesen ist“, erklärt Slavin: „Die Musik meiner CD zeigt die Tradition, in der ich stehe.“

Martin Laurentius, Jazz thing #103 (März 2014)